Bildgebende Verfahren

Die sensitivste Untersuchungs-Methode ist die Kernspintomographie (MRT) unter Kontrastmittelgabe. Diese Technik erlaubt die Darstellung auch sehr kleiner Kavernome im Gehirn bzw. Rückenmark. Spezielle Sequenzen (T2*-Sequenz) sind besonders für den Nachweis von Blut geeignet und lassen nicht selten um die Kavernome herum Blutabbaureaktionen (Hämosiderin) erkennen, ohne dass klinisch eine Blutung bemerkt wurde.

Ergänzende Untersuchungsverfahren

Neben der Bildgebung sind eine neurologische Untersuchung sowie eine Ableitung der Hirnströme mittels einer Elektroenzephalographie (EEG) wichtig.

Präoperative Diagnostik

Zur Darstellung eines Kavernoms als Ergänzung für die präoperative Diagnostik ist in der Regel in jedem Fall eine Kernspintomographie (MRT) des Gehirns bzw. des Rückenmarks unter Kontrastmittelgabe notwendig. Bei der präoperativen Planung werden vor der Operation weitere Schnittbildverfahren durchgeführt, um so eine Grundlage zu haben, während der Operation das Kavernom zu finden. Diese Technik nennt man Neuronavigation.
Auch wenn die Kavernome sich in der Angiographie nicht direkt darstellen lassen, ist eine Gefäßdarstellung präoperativ sinnvoll, da auch nicht selten kleinere Angiome benachbart sind.

Verlaufskontrollen bei multiplen zerebralen Kavernomen

Da beim Vorhandensein multipler Kavernome nicht alle operativ entfernt werden können, sollten diese regelmäßig kontrolliert werden. Wie häufig, hängt vom Einzelfall, den konkreten Beschwerden und der jeweiligen ärztlichen Empfehlung ab. Um bei diesen MRT-Kontrollen (bsp. jährlich oder aller zwei Jahre) nicht jedes Mal Kontrastmittel verwenden zu müssen, kann man bekannte Kavernome auch ohne Kontrastmittel nur mit der T2 bzw. Gradientenecho (T2*)-Sequenzen kontrollieren und nur bei Grössenzunahme noch zusätzlich T1 mit Kontrastmittel.